Dienstag, 21. August 2012

Brett vorm Kopf - ISPO BIKE MÜNCHEN

Brett vorm Kopf - ISPO Bike München Zu Beginn eine oder mehrere Feststellungen, damit alle Klarheiten beseitigt sind oder ähnlich. GOTTSEIDANK - war heuer KEIN Dirtcontest in München GOTTSEIDANK - sind wir (echten) Mountainbiker uns untereinander einig GOTTSEIDANK - fahren wir KEINE E-Bikes und Gottseidank - war ich nicht dort. Wie schon Tibor Simai vor dieser Messe sagte - Teilt einfach die Messen auf und macht aus der ISPO eine reine E-Bike Messe und lasst uns unsere Eurobike. Der Weg an den Bodensee hat bis jetzt den (noch selbstfahrenden) Bikern nichts ausgemacht, warum sollte es das in der Zukunft machen? Recht hat er, denn wie der Fahrradmarkt auch schon bemerkt hat, ändert sich durch die E-Bikes die Kundschaft. JETZT steht nicht mehr die sportliche Ertüchtigung im Vordergrund, sondern JETZT möchte man JEDERMAN(N)/FRAU um jeden Preis den Berg raufbringen. Man muss sich das mal vorstellen, inzwischen ist es möglich E-Motoren an jedes erdenkliche Mountainbike selbst, wenn man nicht gerade zwei linke Hände hat, zu montieren. Diese Dinger haben dann eine Leistung bis zu 2400 Watt und bringen es dann auf der Geraden auf so gute 70 km/h. Schneller als mein altes Moped. IRRE. Aber schon im Vorfeld zur Messe hagelte es reichlich Kritik an den Händlern. In der Süddeutschen stand ein negativer Bericht über den Fachhandel, der dort als Ort der Demütigung beschimpft wurde. Also ich weiß ja nicht, wo die SZ recherchiert hat, aber unsere „FACHHÄNDLER“ kennen sich sicher aus. Denn nur ein zufriedener Kunde, ist ein Kunde der wieder kommt. Wenn natürlicher ein unbedarfter Neuradler oder Halbinformierter zu einem dieser Großhändler geht, die nur schauen, dass sie ihre Lager räumen, kann das nicht funktionieren. Wenn man daran denkt, welcher Boom im Moment bei den E-Bikes herrscht, sollte man auch die potentielle Kundschaft mal anschauen. So ein E-Radl ist ja nicht ganz billig und wer hat in unserem Ländle schon die notwendige Kaufkraft. Da wundert mich jetzt nicht, wenn man von den Ausstellern hört, dass die Jugend bei solch einer Art Messe wegbleibt und sie deswegen wahrscheinlich in Zukunft auch. Warum wohl? Die Messen in München, sei es jetzt Radl oder Motorradl sind einfach einzigartig, deshalb besuche ich sie auch nicht mehr. Denn nach jeder Messe in München, konnte ich die blauen Flecken zählen und mein Vokabular an Schimpfwörtern erweitern. Liegt wohl an der Ellenbogengesellschaft dort. Deshalb sage ich, lasst die ISPO BIKE München auf den E-Bikezug aufspringen, denn wenn man die dazugehörige Fachzeitschrift liest, sind die schon weit, weit vorher falsch abgebogen. Zur Erklärung: Laut dieser Fachzeitschrift stimmt der Bericht in der SZ und trifft auf den ganzen Fachhandel zu – hab gedacht, die kennen sich aus. Und das Beste kommt noch. Laut dieser Zeitung, war die Absage von Go Big or Go Home eine konsequente Entscheidung. Der „DIRT-JUMP-WETTKAMPF“, für den lastwagenweise Erde auf den Messegelände aufgeschüttet wurde, war sicher in den vergangenen Jahren ein toll organisierter „Hingucker“. Allerdings zählten die entsprechenden Marken nicht gerade zu den zahlreich vertretenen Ausstellern auf der Bike Expo. Entsprechend fehlte auch das junge Publikum auf der Messe. Ich weiß ja nicht auf welcher Messe der war, ich bin kaum zu den Dirts gekommen vor lauter jugendlichen Zuschauern (und blauer Flecken). Wenn man nach der letzten Big in Bavaria-Veranstaltung mal die Augen aufgemacht hat, hat man gesehen, dass die Dirts in und weit um München wie Pilze aus dem Boden geschossen sind und die Händler einen Run auf die Dirtbikes hatten. Der Stellenwert, der selbstgebastelten Jumps und Anlieger in den Gemeinden oder Städten, nahm schlagartig zu, siehe LAPT in Landshut z.B.. Nur diesen Sachverhalt übersieht diese Fachzeitung einfach. Deshalb war es ganz gut, dass BIG in BAVARIA nicht stattfand, nicht dass unsere Jungs noch mit E-Bikes jumpen müssen. (Übrigens der neueste Hit aus den Salzburger Land – Tankstellen für E-Bikes auf den Hütten, auch strategische Orte genannt – Grausig) Euer, wie immer ehrlicher M.P.

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