Eurobike 2011
Wie soll man jetzt diese Radlmesse mit einem Wort beschreiben?
BOMBASTISCH (aber mit Abstrichen)
Was wäre positiv zu erwähnen?
Endlich wieder eine Messe, die sich gelohnt hat (im Gegensatz zu München). Da ist nicht mal mehr die rapide Zunahme der E-Radl sehr aufgefallen.
Übrigens wird es jetzt ersichtlich, wie sich diese Art von Radl unterscheiden. Nämlich in E-Radl für Halbfaule (diese Pedelecs), bei denen man(n) oder Frau mittreten muss oder die anderen, für die ganz Faulen, die gar nimmer treten wollen. Dies wird sofort bemerkt, wenn man sich diese Teile näher ansieht. Jetzt verstecken sie schon ganz geschickt die Akkus, damit es nicht sofort als E-Radl erkannt wird. Jede Radlfirma muss auf diesem Markt mit mindestens einen Typen vertreten sein. Und wenn man den Verkaufszahlen trauen darf, sind diese Radl der Renner. Warten wir es ab was dran ist.
Dann wurde die Messe richtig von 29er überrollt. Überall standen diese Großradl herum. Inzwischen schauen diese Art von Bikes nicht mehr zusammengeschachtelt aus wie letztes Jahr. Man hat auch auf dem heimischen Markt auf die Entwicklung in den USA reagiert. Jetzt bekommt man echt jede erdenkliche Variante zu kaufen. Egal ob Hardtail, Fully, aus Carbon, Alu oder Titan....
Was noch zu bemerken wäre, waren die wunderschönen Carbonbikes, die endlich auch erschwinglich wurden. Nur bei näherem Hinschauen musste man feststellen, dass manche Formen doch bei mehreren Firmen sehr starke Ähnlichkeiten aufweisen. Auffällig waren besonders die Fullies mit dem Tragegriff. Ich würde sagen – besonderes Merkmal – packen sie es ein.
Oder nehmen sie es selbst in die Hand und sehen sie wie leicht es ist.
Was gab es Negatives?
Ein ganz großes Minus bekommen die Firmen, denen der normale Kunde sichtlich am A... vorbei geht. Habt ihr eigentlich schon mal bemerkt, dass wir das sind, die eure Radl kaufen? Aber nein, entweder stand man als Normalsterblicher vor Absperrband, wie bei unseren österreichischen Nachbarn, wenigstens war das Band in den Landesfarben. Oder man packte schon Samstagvormittag seine 7 Sachen ein.
Da willst dir neue Radl anschauen, fachsimpeln und stehst vor lauter Kartons.
Super Freunde – ich bin richtig stolz auf euch.
Da reißen euch die paar Firmen, die sich rührend um die kleine Kundschaft kümmern, auch nicht raus.(Überall sah man die coolen Brillen mit den fetzigen Farben von Six Pack. Und der Stand von Ghost war bei ihrer Verlosung gerammelt voll.
FAZIT :
Ein Punkt war gravierend. Das Publikum hat sich verändert. Vermehrt sah man die absoluten NICHT-SPORTLER, sei es wegen der Gewichtsklasse oder einfach altersbedingt. Aber diese Entwicklung zeichnete sich schon in München bei der Messe ab.
Nur weh tat es, als Cedric Garcia am Stand von Santa Cruz für Autogramme saß und niemand es bemerkte. Ok fast niemand, denn nachdem er mich erkannte, quatschten wir halt ein bisschen mehr als sonst. Hat ja eh niemanden gestört.
Was noch zu erwähnen wäre, waren die immer grinsenden, freundlichen Taiwanesen. Die aber heuer keine Zeit hatten und teilweise aus den bereits verpackten Kartons ihre Waren verkauften. Fast kam es mir so vor, als wären die ganz normalen Leute, so wie du und ich, Fremdkörper auf der doch so bombastischen Eurobike.
P.S. Eins hätte ich fast vergessen. Die Modeschau war ja wohl der absolute Knaller. Elvis kam mitm BMX und das Rumgehopse hatte absolut NICHTS mit meinem heißgeliebten Radl fahren zu tun. Bitte lasst dieses Albern machen. Bitte
Gott zum Grusse
Der Revolluzzer
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