Donnerstag, 8. Dezember 2011

Anstand und Hygiene

Anstand und Hygiene
Ganz ehrlich, waschen SIE sich die Hände, wenn sie von der Toilette kommen?
Also ich möchte Niemandem die Hand geben, der gerade noch mit der selbigen seinen Hintern geputzt oder seinen Schniedel gehalten hat (was bei Frauen zugegeben ein bisschen schlecht geht). Wer weiß, was der oder die sonst noch gemacht hat (ich möchte es gar nicht wissen). Das merke ich dann spätestens, wenn meine Hand nach Urin oder Unangenehmeren riecht. Egal ob Manderl oder Weiberl, es gibt immer noch Unvernünftige.
Nicht nur die Hände waschen, wenn ein Erreger umgeht und dies überall in den Nachrichten kommt. Leit denkts a bissl weiter, denn a klein wenig Hygiene hat noch niemandem geschadet. Ich bin mir nicht sicher, ob es überall 100 %ig sauber ist.
Also nach dem, was ich jetzt so in den stillen Örtlichkeiten, sei es in der Arbeit, beim Shoppen oder z. B. im Schwimmbad mitbekommen habe, wird es mir hoffentlich niemand übel nehmen, dass ich MANCHEN nicht mehr die Hand gebe. Wenn der Anstand wieder im Lande ist, mache ich auch wieder mit.
Oder ich montiere neben dem Handwaschbecken eine Kamera, nehme das Geschehene auf und veröffentliche es bei youtube. Natürlich wird das auf meiner Homepage verlinkt.
Stinkt das?
Der Revolluzzer


Montag, 12. September 2011

District Nürnberg Nachlese

Willkommen auf der Nürnberger Partymeile

Nachlese vom Red Bull District Ride


Moment mal, so langsam kommt meine Stimme wieder. Ein Wahnsinn diese Veranstaltung. So viele Leute auf einen Fleck, habe ich noch nie bei einem Event gesehen oder gehört. Die komplette Innenstadt von Nürnberg war grammelt voll. Na gut, diejenigen, die am Freitag schon da waren, hatten klar ihre Vorteile. Denn die wussten schon vorab, wo man am Besten was zu sehen bekommt. Die verschiedenen Districte waren super aufgebaut. Nur was nicht ging, war einmal den anschauen, dann den nächsten. Wie denn? Bei so vielen Leuten konntest du froh sein einen Blick auf den Monitor zu erhaschen. Ein schnelles Durchkommen war unmöglich bei so einer Menschenmasse(letztes Mal waren es 40 000 Leute – heuer bestimmt mehr).

Was aber der Leistung der Jumper keinen Abbruch tat. Grandios, was die so leisten. Mein besonderer Favorit bei den Tricks der Jungs war der Kiss of Death von Andreu Lacondeguy. Ich kenne diesen Move nur vom FMX, aber mit dem Radl? Respekt kleiner Mann.
Das Ergebnis übertraf natürlich alle meine Erwartungen, denn Sam Pilgrim machte schon alles im ersten Durchgang klar und konnte so ganz locker den Zweiten bestreiten. Reynolds sah, dass andere doch noch a bisserl besser sind, aber er mausert sich im Fahrwasser der 2 Großen (Pilgrim und McDermott). Apropos Lance hatte sich leider am Freitag verletzt und brachte nicht mehr seine gewohnte Leistung. Martin Söderstrom hat wieder zur alten Stärke gefunden.
Nur hier fand auch die Zukunft unseres Sportes statt. Dieser kleine quirlige Kanadier Messere, stahl fast den „alten Herren“ die Show. Je grösser die Sprünge, desto lieber war es dem erst 15-jährige Whistlerboy. Hätte es ihm nicht in einer Kurve zerlegt, wäre er bestimmt im 2. Run noch weiter vor gekommen. Da wächst der nächste Superstar heran. Die deutschen Asse sah man leider nur am Truck eines bekannten Brillensponsors glänzen.
Obwohl, Amir war ja auch noch da, aber leider ein wenig unscheinbar. Berrecloth tat das, was er immer tat, das Notwendigste um in der Liste zu erscheinen. Warum sollte er sich auch mehr anstrengen, er war ja eh gesetzt. Ich hatte von ihm mehr erwartet, aber die 2. Ligajungs drängten schon im Eiltempo heran. Genon, Bizet, Reynolds, Theo aus Schweden scheißen sich einfach nichts und das merkt man einfach.

Mein Fazit vom District:
Super Veranstaltung – super Leistung von den Jungs und vor allem auch den Erbauern. Wahnsinnig viele Leute – ganz ehrlich, mir waren es zu viele. Ich bin es gewohnt den Kontakt zu den Fahrern zu haben. Ich finde es eine super Idee, den Städtern unseren Sport näher zu bringen. Nur habe ich auch noch nie so viele Poser und Möchtegern-Biker wie in Nürnberg gesehen. Nur Markenklamotten und auffallen um jeden Preis. Was einen bitteren Nachgeschmack brachte, waren die zahlreichen Glasscherben, die auf dem Boden verteilt waren.Stellenweise sah man richtig Partymeilen, wie wir sie von der Fußball–WM kennen. Alkohol gab es an jeder Ecke und zum Glück hatte man humane Preise, nicht wie bei der letzten Messe in München.

Man musste einfach dabei sein, um mitreden zu können, aber ich bin und bleibe ein einfacher Sportler, der sich mit solchen Großveranstaltungen nicht identifizieren kann. Denn der Kontakt zu den Jungs ist wichtig und bei solchen Events geht der sonst so familiäre Wettkampfcharakter einfach verloren. Deshalb sieht man mich lieber bei kleineren Veranstaltungen, als bei solchen Präsentationen auf der Partymeile Nürnberg.

Der Revolluzzer

Eurobike 2011- Nachlese ehrlich

Eurobike 2011

Wie soll man jetzt diese Radlmesse mit einem Wort beschreiben?
BOMBASTISCH (aber mit Abstrichen)
Was wäre positiv zu erwähnen?
Endlich wieder eine Messe, die sich gelohnt hat (im Gegensatz zu München). Da ist nicht mal mehr die rapide Zunahme der E-Radl sehr aufgefallen.
Übrigens wird es jetzt ersichtlich, wie sich diese Art von Radl unterscheiden. Nämlich in E-Radl für Halbfaule (diese Pedelecs), bei denen man(n) oder Frau mittreten muss oder die anderen, für die ganz Faulen, die gar nimmer treten wollen. Dies wird sofort bemerkt, wenn man sich diese Teile näher ansieht. Jetzt verstecken sie schon ganz geschickt die Akkus, damit es nicht sofort als E-Radl erkannt wird. Jede Radlfirma muss auf diesem Markt mit mindestens einen Typen vertreten sein. Und wenn man den Verkaufszahlen trauen darf, sind diese Radl der Renner. Warten wir es ab was dran ist.

Dann wurde die Messe richtig von 29er überrollt. Überall standen diese Großradl herum. Inzwischen schauen diese Art von Bikes nicht mehr zusammengeschachtelt aus wie letztes Jahr. Man hat auch auf dem heimischen Markt auf die Entwicklung in den USA reagiert. Jetzt bekommt man echt jede erdenkliche Variante zu kaufen. Egal ob Hardtail, Fully, aus Carbon, Alu oder Titan....

Was noch zu bemerken wäre, waren die wunderschönen Carbonbikes, die endlich auch erschwinglich wurden. Nur bei näherem Hinschauen musste man feststellen, dass manche Formen doch bei mehreren Firmen sehr starke Ähnlichkeiten aufweisen. Auffällig waren besonders die Fullies mit dem Tragegriff. Ich würde sagen – besonderes Merkmal – packen sie es ein.
Oder nehmen sie es selbst in die Hand und sehen sie wie leicht es ist.

Was gab es Negatives?

Ein ganz großes Minus bekommen die Firmen, denen der normale Kunde sichtlich am A... vorbei geht. Habt ihr eigentlich schon mal bemerkt, dass wir das sind, die eure Radl kaufen? Aber nein, entweder stand man als Normalsterblicher vor Absperrband, wie bei unseren österreichischen Nachbarn, wenigstens war das Band in den Landesfarben. Oder man packte schon Samstagvormittag seine 7 Sachen ein.
Da willst dir neue Radl anschauen, fachsimpeln und stehst vor lauter Kartons.

Super Freunde – ich bin richtig stolz auf euch.

Da reißen euch die paar Firmen, die sich rührend um die kleine Kundschaft kümmern, auch nicht raus.(Überall sah man die coolen Brillen mit den fetzigen Farben von Six Pack. Und der Stand von Ghost war bei ihrer Verlosung gerammelt voll.

FAZIT :
Ein Punkt war gravierend. Das Publikum hat sich verändert. Vermehrt sah man die absoluten NICHT-SPORTLER, sei es wegen der Gewichtsklasse oder einfach altersbedingt. Aber diese Entwicklung zeichnete sich schon in München bei der Messe ab.

Nur weh tat es, als Cedric Garcia am Stand von Santa Cruz für Autogramme saß und niemand es bemerkte. Ok fast niemand, denn nachdem er mich erkannte, quatschten wir halt ein bisschen mehr als sonst. Hat ja eh niemanden gestört.
Was noch zu erwähnen wäre, waren die immer grinsenden, freundlichen Taiwanesen. Die aber heuer keine Zeit hatten und teilweise aus den bereits verpackten Kartons ihre Waren verkauften. Fast kam es mir so vor, als wären die ganz normalen Leute, so wie du und ich, Fremdkörper auf der doch so bombastischen Eurobike.

P.S. Eins hätte ich fast vergessen. Die Modeschau war ja wohl der absolute Knaller. Elvis kam mitm BMX und das Rumgehopse hatte absolut NICHTS mit meinem heißgeliebten Radl fahren zu tun. Bitte lasst dieses Albern machen. Bitte

Gott zum Grusse
Der Revolluzzer

Montag, 29. August 2011

Kurzer Rückblick auf den Weltcup + 26 Trix im Bikepark Leogang

10 - 19.Juni WC Leogang + 26Trix :
Regen, Regen, Regen.Wie gewohnt von Leogang , hatten wir heuer wieder Pech mit dem Wetter . Zum Glück hielten die Strecken beim Weltcup her und man konnte unter (fast) regulären Bedingungen die Rennen durchführen.Obwohl es Petrus wiedermal nicht gut meinte , tat das den Leistungen keinen Abruch . Ganz herzlichen Dank an Guido Tschugg für den sauberen 4-Cross Kurs , der sogar heuer vom Jared Graves , dem Weltmeister gelobt wurde.Wir Deutschen wurden natürlich wieder von unseren Aushängeschildern dem 14-fachem Deutschen Meister im Downhill Marcus Klausmann und der reizenden Steffi Marth im 4-Cross gut vertreten .Für dieses Wetter haben die beiden saubere Leistungen hingelegt.Nähere Ergebnisse findet man unter www. uci.ch
26-Trix- und der Tag fing gleich gut an .Bei unserer Ankunft in Leogang am Samstag (Wir konnten leider nicht eher kommen , da ich noch ein Radiointerview in Landshut hatte) , kam uns ein saurer Lance Mcdermott entgegen. Wet and Mud , war sein Kommentar zur Strecke .Sauber dachten wir uns , dass fängt ja gut an .Und als Lance gleichmal von der Party am Abend anfing , war es klar , heute gibt es keinen Wettkampf, sondern erstmal einen Kaffee.
Nur wo? Der Bikepark Leogang war nicht mehr wiederzuerkennen.Gut - letztes Jahr haben sie nach Bikepark Angaben 80 000 Karten verkauft , aber anscheinend auch ihren guten Ruf.Es tut mir leid , aber die so hochgelobte Werkstatt wurde in die Tiefgarage verbannt.Tom und seine Leute können froh sein , wenn sich jemand zu ihnen verirrt.Dann bitte nennt den Park nicht mehr Kona Bike Park , weil von Kona sieht man ja fast nichts mehr . Mich hätte es fast vom Hocker geschmissen , als ich zwischen den ganzen Konas  , Bulls und Elektro-KTM`s erblickte.Ich erinner mich noch an die Zeiten , als ich mit dreckigen Klamotten in den Shop gefahren bin , um mir ein neues Laiberl oder irgendein Ersatzteil zu besorgen.Aber heutzutage ist es besser dies zu lassen .Der Shop ist nicht mehr das , was er mal war. Man muß sich nur mal die Mühe machen und die neue Kundschaft beobachten . Zu dieser Gesellschaft gehören 100%ig keine normalen Biker. Denn wer von uns , zieht  denn schon Radlklamotten im Alpenstil an oder flitzt mal kurz diese Drahtseilbahn für 80€ vom Berg hinab. (1x fahren gut 80 €- was bekommt man für 80 €?) Ganz ehrlich , da gehe ich lieber mit der Familie gut essen . 2x. Oder geniese den ganzen Tag im Park mit ausgeliehenen Klamotten .Und als ich kurz an der Kasse vorbei schlenderte , entdeckte ich noch Damenbinden in der Auslage .OMG . Seits mir ned böse , wenn ich in Zukunft Bikepark Leogang meide und nicht mehr weiterempfehle, aber der Ausverkauf, die Vermarktung hat begonnen.1. ist es peinlich , wenn ich im Salzburger Land einen amerikanischen Hauptsponsor habe , obwohl der rote Bulle gleich vor der Türe grast.2. entwickelt sich der Bikepark  mehr in Richtung - Testgelände für dieses Fahrradcenter - und 3. verbauts den Park bitte nicht mit Sachen , die nur noch mehr Geld bringen- da kommst dir vor wie am Ballermann.Ganz ehrlich - ich komme nach Leogang zum Fahren und nicht zum Saufen.
Ich freue mich deshalb auf die nächsten Veranstaltungen , damit ich dieses Manko in der Heimat schnell vergesse.
Bis bald  , zu meiner nächsten ehrlichen Meinung.

Sonntag, 28. August 2011

Dult adieu / oder Auffoin um jedn Preis


Dult adieu / oder Auffoin um jedn Preis

Zuerst eine Frage: Jetzt geht ja die Dult in die Endphase und da stelle ich mir doch die Frage, wie oft warst du auf da Dult? Einmal, zweimal ….
Also ich war 3 x und ich muss wiedermal sagen, es hat sich wieder gelohnt. Nach meinem letzten Eintrag war ich gespannt, was diesmal so alles passieren würde. Der letzte Dultbesuch und rituell die letzte Maß zum Ausklang. Wie es der Zufall wollte, hatten wir auch wieder die gleiche „nette“ Bedienung wie beim ersten Mal. Ich schätze, dass sie uns gleich wieder erkannt hatte, weil sie diesmal noch länger mit der Bierlieferung brauchte. Sagen wir mal, sie kam etappenweise mal vorbei und brachte die gewünschten Bestellungen. Obligatorisch war ich wieder für die Verpflegung zuständig und ging diesmal mitm Buam zum Sichten. Aber wie immer sind wir beim Gyros und den Fischsemmeln hängengeblieben. Nach dem Speisen gab es erst mal eine Runde Leitschauen und Ausrichten. Sauber sog i und wen man da nicht alles sieht. Meinem Resumee zur ausklingenden Dult in Landshut werden Manche zustimmen, Andere werden es sicherlich nicht so sehen.

1 . Färben manche Oktoberfestsitten / Münchner Sitten ganz gewaltig ab,
    • sowie rüpelhaftes Benehmen,
    • Anrempeln, je schicker, desto grober
    • und nicht zu vergessen, unartikuliertes Ausdrücken der Muttersprache / woher man auch kommt
  1. macht jedes Dirndl eine schöne Oberweite, auch wen man nicht so reichlich von Mutter Natur gesegnet wurde.
    Oder auch wenn man mehr als genug hat und man(n) schon Schwierigkeiten hat, an ihnen vorbeizukommen, ned hint und ned vorn.
  2. war mancher Preis für die Fahrgeschäfte doch sehr stark übertrieben.Was sich wiederum an der Anzahl der Gäste bemerkbar machte.
  3. hab ich gedacht, dass Ali in der Lederhose nicht mehr getoppt werden konnte.
    VON WEGEN.
    Was sagt man(n) zu Suleika im engen Lederhöschen mit hochhackigen Stöckelschuhen, Netzstrümpfen und passenden Mieder im durchgehenden Schwarz ?

Wia hoasts so sche ,
Auffoin um jedn Preis

Pfiad eich, bis zum nächsten moi

P.S. Vielen Dank noch an Sabine, Christian und ihren Racker für das nette Zsamsitzen. Des san die zünftigen Leit, die Landshut so einzigartig machen. Hiesige, dena es wurscht is, ob du a Zuogroaster bist.
www.mein-schreiberling.de.vu

Mittwoch, 24. August 2011

Dult is o gsogt

Dult is o gsogt

Ich bekenne mich Bayer von Geburt zu sein . Trage meine Lederhose zu besonderen Anlässen mit Ehre und Würde . Doch was ich als Oberbayer aus dem Berchtesgadener Land in der niederbayerischen Hauptstadt Landshut miterleben durfte, traf meinen Stolz doch ganz gewaltig.

Zur Erklärung:
Ich weiß, dass „Bayer sein“ in ist, aber man muss ja nicht übertreiben. Heuer wurde mir das so was von bewusst, als wir uns zur Geburtstagsfeier auf der Dult trafen. Wie bekannt, schaut jede Frau in einem Dirndl guad aus, auch wenn sie der bayerischen Sprache nicht mächtig ist. Und was man nicht alles sieht. So kurze Dirndl habe ich noch nicht einmal in Österreich, geschweige denn bei uns gesehen. Nur als die vier Thai-Damen in der bayerischen Landestracht erschienen, hatte ich da meine Zweifel, ob denen schon bewusst war, dass die Dult kein Kostümfest ist. Aber ich schätze auch, diese „Dirndl“ waren zu einem anderen Zweck hier. Nach ein paar Minuten war ihr Ziel klar. Alleinstehende ältere Männer erspähen, dazusetzen, Kontakte pflegen. Bei Erfolg sitzen bleiben, bei Misserfolg geht’s zum nächsten Tisch. Lustig war es anzuschauen.

Nichts desto trotz ging es ans Futter fassen. Wos ned ois gem hat. Über Schweinshaxn, Hendl, Pommes, Gyros usw..
Ich weiß ja, dass es sakrisch hoas war und dass es bestimmt keinen Spaß gemacht hat, hinter der noch heißeren Theke zu bedienen, aber zwider schaun, muss man deshalb ja auch ned. Denn sie machten es ja nicht umsonst. Schauts euch mal die Bedienungen an, die ohne Murren 10 Maß rumschleppten. Als dann auch noch die japanische Großfamilie im Zelt auftauchte, war`s so richtig zünftig. Ich schätze einmal, dass sie alle einer Familie angehört haben, denn ausgschaut hams alle so.

Beim Nachhause gehen wurde mir nochmals bewusst, dass manche Mädels auch in Lederhosen eine gute Figur machen. Wenn die Figur passt (vor allem der Hintern), ist es schön ein Bayer zu sein. Doch wo ein Hoch, folgt ein Tief sofort. Ich dachte zuerst, es läge an der Maß dich ich trank, aber nach der 10. Bestätigung wusste ich, es war Realität. Vor mir ging der wahr gewordene Albtraum. Ali in der Lederhose. Bitte nicht. Und ich dachte, solche Abschweifungen gibt es nur in München. Aber ich sag, des lag an der Hitze und dem guadn Bier.

Fazit:
Jetzt wird mir das Tragen meiner Lederhose viel bewusster und Dult ist jedes Mal ein Erlebnis. Bis a moi Oana a Dirndl o hod .

Revolluzzer , live aus LA

Montag, 8. August 2011

Quo Vadis Germanicus?

Quo Vadis Germanicus?

Wenn man zur Zeit die Tageszeitungen aufschlägt, egal ob groß oder klein, wird man von Schlagzeilen erschlagen, die einem aufstoßen lassen. In welchem Land leben wir eigentlich? Und wo führt das Ganze noch hin?

In Berlin werden Menschen einfach so auf offener Straße erschossen und der Killer läuft immer noch frei herum. Jeden kleinen Raubkopierer, der sich über Internet Musik holt finden sie aber da beißt es aus.

Dann bekommt ein Kindermörder 3000 Euro Entschädigung für eine Bedrohung, die nach meiner Meinung voll berechtigt war. Die Indizien waren ja eindeutig und er war ja schon geständig. Was gibt es Wertvolleres als ein Leben und ein Kinderleben zählt sogar noch mehr. Denn ein Kind hat sein ganzes Leben noch vor sich.

Schande über unseren Rechtsstaat. Was würde wohl der urteilende Richter machen, wenn er selbst betroffen wäre. Ich würde alles für mein Kind tun.

Dann langt es einem Kerl nicht seine Frau zu töten, sondern auch noch zerstückeln und verbrennen. Wie krank muss man sein, um so weit zu gehen?

Was mich aber besonders ärgert, sind Vergehen, die man mit einfachen Mitteln beheben könnte. Denn meist ist dann jemand der Leittragende, der nichts dafür kann. Wie z.B. unsere Natur .
Wenn der Profit im Vordergrund steht, missachtet man manche Vorschriften, die nicht umsonst gemacht wurden. Umweltverschmutzung ist ein Thema, das viele Leute als verschmerzbares Übel annehmen. Wenn man die Augen aufmacht, wird man dies auch in nächster Nähe beobachten. Doch spricht man den Umweltverschmutzer auf sein Tun an, weiß dieser Nichts davon. Wenn man ihn mit Beweismaterial konfrontiert, schlägt er meist wild um sich. Still und heimlich wird das Untun dann vertuscht.

Bei näherem Hinsehen, wird dann so Manches klar. Solange man seinen Profit daraus zieht, bleiben auch an oberster Stelle die Augen verschlossen. Egal wie hoch man sitzt, die Hände aufhalten war schon immer leicht.
Ein alter Spruch besagt: Hilfst du mir, dann helfe ich dir.
Subunternehmen werden dann halt auf andere Weise unterstützt, wie z.B. Bevorzugung bei manchen Projekten. Konkurrenten werden nur als Nebendarsteller bei Ausschreibungen angesehen. Die Weiße Weste mancher Herren lässt sich nicht mehr reinwaschen. Schwarze Schafe gibt es überall. Man muss im Endeffekt nur 1 und 1 zusammenzählen. Am Schlimmsten sind die Unscheinbaren, denn die haben es faustdick hinter den Ohren.
Doch der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Wir haben unsere Erde nur geliehen und ich möchte meinen Kindern noch in die Augen schauen können .
Können sie es auch?

Der Revolluzzer

Samstag, 23. Juli 2011

Mit 80 durch den Wald

Mit 80 durch´n Wald
(Go big or go home)
Förster flüchtet aus Wald

Was ist das Schlimmste, was dir auf einer Radl-Messe passieren kann? Wenn die Mehrzeit der Besucher, sowie die Aussteller sich auf E-Bikes eingestellt haben. D. h., schon wenn du die Halle betrittst, nur Bikes für Fußfaule oder Kranke zu sehen sind. Eine ganze Halle nur E-Bikes zum Testen. Ganz ehrlich, wer braucht Bikes, die so viel Power haben, dass sie mit 80 – 90 km/h durch die Wälder fetzen – wohl gemerkt auf der Geraden. Was fahren dann die im Downhill? Da ist der Ärger schon vorprogrammiert, sei es vom Gesetzgeber oder vom Förster, der dich dann niederstreckt wegen Gefährdung des Waldfriedens. Wenn du so schnell bist und dich Fuchs oder Hase nicht mehr hören, ist das schlecht.

Wie wäre es mit einer eigenen Messe für die Art von Bikes, weil ich finde, dass die mit dem sportlichen Radfahrer nichts mehr zu tun haben. Als eingefleischter Mountainbiker tut es meiner Seele weh, wenn ich E-Bikes von renommierten Bike-Herstellern zu sehen bekomme. Haben diese Firmen kein Rückrat? Apropo Seele, der größte Fahrradvertrieb Deutschlands war natürlich bombastisch vor Ort, man könnte sagen, dass sie eine ganze Halle besetzten. In der Werbung stand etwas von 300 Ausstellern. Wenn man die E-Bike-Hersteller abzieht, hätte man bestimmt nicht einmal eine halbe Halle voll gebracht.

Bemerkenswert waren die polnischen Kaffeetankstellen mit echt bayerischer Milch. Komischerweise hatte ich das Gefühl, dass ich ihre Standnachbarn aus dem osteuropäischen Raum schon mal gesehen hatte. Letztes Jahr war das gleiche Massageteam unter anderem Namen auf der größten Fahrradmesse unterwegs.

Bei den Security-Leuten musste ich erst zweimal hinsehen und hören. Das Zweierteam der Damen in schlichter grauer Uniform mit flottem Barrett , hatte diesen energischen Blick, den man noch aus den Zeiten des Kalten Krieges kannte. Die Herrenabordnung, die den Wettkampf der Jumper securierten, hatten diesen typisch „deutschen Haarschnitt“ mit Stratebau-Uniform. (Strassenbau)

Nichts desto trotz gab es auch positive Ereignisse. Erstmal meine Jungs aus England: Lance, Sam und der Rest der Crew waren in super Stimmung. Warum auch nicht? Lance hatte den Jungspunden mal gezeigt, wo die Musik in der Oberliga spielt. Congrates to my friend Lance McDermott to your big win at saturday! Und obwohl Sam Reynolds sich beim Springen verletzte, schaffte er mal so zum Spaß, mal kurz den 1. Platz bei der Quali am Pumptrack. Vollkommen überraschen für mich war, dass Benny Korthaus mich gleich erkannte und sich mit mir sehr lang unterhielt. Unser Münchner ist ein Pfundskerl und ich hoffe, dass wir ihn jetzt wieder öfters sehen.

Zu erwähnen wäre, dass es Leute gibt, die man überall trifft und die nur so vor guter Laune strotzen. Wie z. B. Stefan von Ride.on. Und die Jungs aus Leogang, denen leider die Messe zu teuer war, um selbst auszustellen. Dafür waren die Österreicher (und auch die Sachsen) mit ihren Fremdenverkehrsämtern vertreten (mit ausnahmslos hübschen Mädels , die sich bei den eigensinnigen Münchnern schwer taten).Denn mir kam es so vor , als ob die Hauptstädtler nur in für sie geeignete Urlaubsorte fahren würden.D.h. Der Ort muß Müncher tauglich sein .

Resümee:
  • Nachdem wir bei jedem Quiz unseren Servus abgegeben hatten (auch ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn),
  • irgendein neues Aufputschmittel in die Hände gereicht bekommen haben (nach der Beschreibung des Herstellers klang das irgendwie nach Viagra flüssig),
  • fast einen Herzinfarkt von dem polnischen Espresso bekommen haben,
  • Captain Dani Ross mal ohne Photoausrüstung über den Weg liefen (dafür mit netter Damenbegleitung ),
  • Niki sich die Birne beim Jumpen anschlug, „Gute Besserung, Adler“,
  • einer unserer Jungs bei der 1. Pause einschlief (tja, war a lange Nacht),
  • meine Visitenkarten jetzt sogar den Weg nach England gefunden haben,
  • uns die Füße weh taten vom Latschen und obwohl die großen Firmen fehlten
    (aus welchem Grund auch immer – vielleicht ist München doch zu teuer für sie?),
    die Leberkässemmel , den "Münchner Verhältnissen " angepasst wurde und für gut 5 Euro verkauft wurde,
  • wir zum Glück ein Navi dabei hatten, sonst hätte die Fahrt länger gedauert (weil ich glaub, die Münchner bauen jährlich die Autobahn neu), 
     

bin ich ausnahmslos zufrieden!

Auch, wenn ich sagen muss, ich bin noch in dem Alter, dass ich mich selbst bewegen kann. Deshalb bitte keine E-Bikes mehr, denn wenn meine Oma auf dem Radl schneller ist als ich, geb ich mir die goldene Kugel.

Der Revolluzzer